2016/04/28

Tag/Day 18 nach der/after DIAMOND PRINCESS in Kyoto,Japan



ENGLISH TRANSLATION IN PROGRESS. Feel free to use Google Translator until availability.

Ich hasse das Hotel. Um von einem Stock in den anderen zu kommen, gibt es keine Treppe, sondern nur zwei Fahrstühle. Da aber der Check-In und das Restaurant und der Ausgang nicht im Erdgeschoss liegen. D. h. man wartet Ewigkeiten, selbst wenn man mal zur Rezeption oder ins Restaurant muss. Die Nottreppe sollte besser durch die Feuerpolizei geschlossen werden. Wir durften sie zwar nutzen, aber ich überlege mir jetzt noch, ob ich nicht noch die Behörden in Kyoto über den Zustand informieren soll. Vermutlich werde ich es später mal im Tripadvisor schreiben und dann kann das Management lesen und reagieren. Wir haben eine Rate mit Frühstück. Das Frühstück war in Ordnung. Wäre bloß nicht das Natto. Die fermentierte Bohnen... Heute kommen Erinnerungen an Mito zurück. Das ist die Hochburg von Natto, so wie Salzwedel vom Baumkuchen oder wie Schwetzingen für Spargel. In Mito hat die Firma bei der ich früher gearbeitet hatte, eine Fabrik. Da haben meine Ex-Kollegen mir Natto bestellt und getestet, wie ich darauf reagiere. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr...





 border=0

Leider öffnet alles in Kyoto selbst im Bahnhof sehr spät. Sogar die Apotheke. Ich habe mich angesteckt. Aber man kann gar nichts lesen. Kein Hinweis in Englisch.

Ich vertraue der Verkäuferin, dass sie etwas passendes für mich ausgewählt hat.

 border=0



 border=0

Später gehe ich nochmals hin, weil ich ein Mittel mit Paracetamol und Guaifenesin. Aber die gibt es leider nicht in der US-Dosierung. Viel zu schwach.

Es geht zur U-Bahn (Kyoto Metropolitan Subway). Die ist jedoch ein Stück entfernt. Hier versuche ich eine Tageskarte zu kaufen. Sie gibt es, aber nur am Schalter und nicht am Automaten. Das Netz besteht nur aus zwei Linien.





 border=0

Wir fahren zum Bahnhof K06 Imadegawa und müssen den Ausgang finden.

Hier gibt es Schilder zu unserem Ziel.

 border=0



 border=0

Solange wir unten sind geht es.

Und also wir oben am Ausgang sind, sind wir verloren. Denn auf der Straße finden sich keine Hinweise mehr.

 border=0





Wir müssen um 10.20 Uhr am Eingang zu unserer Tour im Kaiserpalast sein. Man muss aber erst mal die richtige Richtung finden. Man merke sich: hier gucken wir auf den Eingang des U-Bahnhofes und müssen daher auf der rechten Seite zurücklaufen und einfach dann durch das etwas versteckte Tor in den Park laufen.

Man kann es kurzfristig hier versuchen Karten zu bekommen. Es gibt aber eben nur drei Führungen am Tag, die in Englisch laufen. Da man sicherheitsüberprüft wird, sollte der Reisepass mitgeführt werden. Ich habe den Besuch jedoch online beantragt. Es gibt pro Tag wieder nur drei englischsprachige Führungen mit je 50 Tickets. Und ich habe sechs Stück davon bekommen. Alle sechs Führungen hätten nicht in die Anlaufzeiten der DIAMOND PRINCESS in Osaka gepasst. Ganz ehrlich: Es ist UNESCO Welterbe. Man will ja Touristen hinlocken, aber die Ausdrucke sind doch etwas sehr provinziell, als ob man ein Dorfmuseum in Hintertupfingen besuchen würde. Als wir an diesem versteckten Eingang ankommen, fängt es an, so stark zu regnen, dass wir sofort bis zur Unterwäsche nass sind. Es gibt keine Unterstände vor dem Tor. Nach doppelter Kontrolle, darf man in einen Wartesaal. Der ist auf Kühlschranktemperatur runtergekühlt und die Einstellung der Klimaanlage wird auch nicht verändert, wenn es wie jetzt draußen kalt ist. Hier holt man sich dann den Tod, wenn man bisher durch die anderen Klimaanlagen nicht umgebracht wurde. Der Raum ist spartanisch. Die 50 werden nicht geteilt. Für eine Japanerin spricht unsere Führerin nicht so schlecht Englisch. Man schaut sich zunächst ein Video an und erfährt, dass alles draußen stattfindet und kein einziges Gebäude betreten werden darf. Ich überlege mir schon, ob ich überhaupt mitlaufen soll. Ich fühle mich schon tot, aber noch toter geht ja nicht mehr... nur noch nasser. Da hilft die eiskalte Limonade mit Vitamin C auch nicht mehr.







Alles ganz nett, aber nicht in einer Gruppe mit 50 Leuten, von denen die meisten ihren Regenschirm aufhaben. Es ist die schlechteste langweiligste Tour, die ich im ganzen Leben mitgemacht habe. Und wie gesagt: UNESCO Welterbe. Moderne Museumspädagogik ist wohl in Japan noch nicht eingezogen. Zumindest hier nicht. Selbst jede unwichtige Halle, die eh aussieht, wie die nächste, kann man nicht mal umwidmen, dass man sich mal darunterstellen kann. Nur gucken. Bloß nichts erleben!

Sogar die sehr schönen Gartenanlagen: auch die darf man nur von außen aussehen.







Da wir nicht im Palastbereich warten dürfen, gehen wir gegenüber in das Nakadachiuri Rest House. Sie haben keine eigene Homepage, aber werden oft in Bewertungsportalen erwähnt wird. Hier gibt es etwas zu essen, zu trinken, Souvenirs kaufen. Wir testen den Automaten-Kaffee. So schlecht ist er gar nicht.

Mittags geht es zu Mos Burger. Hier bei dieser japanischen Hamburger Kette gibt es eine Besonderheit: Rice Burger. Die müssen wir sofort probieren. Kyoto ist ja der Sitz des Unternehmens bei dem Bruno arbeitet. Wir treffen hier auf eine Kollegin von Bruno und ihrer Freundin. Da sie keine Freunde von soziale Medien sind, möchten sie namentlich nicht erwähnt werden.





 border=0

Mit der U-Bahn geht es weiter. Der Zugang der U-Bahn ist schön mit Blumen geschmückt.

Wir müssen weiter Richtung Kyoto zurück.

 border=0



 border=0

Da kommt unsere Bahn schon.

Im Bahnhof Shijo steigen wir aus.

 border=0

 border=0

Wir müssen uns nicht zurechtfinden. Wir haben ja unsere Fremdenführerinnen dabei.

Rechts geht es in das Untergrund-Labyrinth.

 border=0



 border=0

Man fragt am Besten vorher, wo man raus muss... 22 Ausgänge aus der U-Bahn.

Dagegen ist ja Tokio schon richtig einfach. Aber hier sehen wir schon unser nächster Ziel.

 border=0



 border=0

Die Abkürzung führt durch das Daimaru Kaufhaus.

Es ist echt schwierig, einem Japaner ein Geschenk aus Europa mitzubringen.

 border=0



 border=0

Das beste aus Europa haben sie ja eh schon da: Wittamer. Frances hat es anscheinend nicht wiedererkannt: Aber wir waren mit Frances und Eddie schon 2011 in Brüssel im Stammhaus von Wittamer, wie ich hier im eigenen Blog nachlesen kann (Die Blogs sind in erster Linie für mich selbst, damit ich meine schönen (und weniger schönen) Erlebnisse nicht vergesse). Wir haben damals Frances und Eddie von der NORWEGIAN SUN in Amsterdam abgeholt und sind mit ihr über Delft nach Brüssel gefahren. Dort waren wir im Atomium zu Abend essen und haben dort übernachtet. Da ich aber bewusst wieder eine Rate ohne Frühstück gebucht haben, haben wir bei Wittamer damals gefrühstückt. Später haben wir sie über Gent nach Zeebrügge zurück an Bord der NORWEGIAN SUN gebracht. Das war bestimmt nicht der billigste Platz zum Frühstücken, aber es war sehr schön und lecker!!! Sie waren auf ihrer Kreuzfahrt von Kopenhagen nach Miami unterwegs und wir haben zuvor auf der GRAND PRINCES unterwegs und
einen Umweg von Düsseldorf nach Frankfurt über Ijmuiden - Amsterdam - Delft - Brüssel - Gent - Zeebrugge gemacht.

Weiter geht es auf einen tollen Markt: Nichiki Markt. Nichts für hungrige Gemüter und Menschen, wie mich, die nicht nein sagen können. Hier gibt es schöne Teeläden. Alles lecker. Bei Fumiya wird vor meinen Augen Baumkuchen hergestellt. Hier muss ich probieren. Die Fisch"kuchen" sind richtig lecker. Diese Reisdesserts, die in den Blättern eingewickelt sind, muss ich auch probieren. Der frische Saft ist auch sehr gut.







Mit dem Taxi geht es weiter in Richtung Kiyomizu-Dera (Wasser)-Tempel. Vor dem Tempel ist ein ziemlicher Rummel.

Vor einigen Jahren war ich hier schon mal. Damals hatte mir mein japanischer Kollege erklärt, wie man sich reinigt und was man in welcher Reihenfolge trinken muss, damit man reich, schön, gesund usw. wird. Erinnert daher ein wenig an Kusadasi... Jungfrau Marias Haus... dort gab es doch auch die unterschiedlichen Wasserhähne mit dem unterschiedlichen Wasser...



 border=0

Weil es draußen so stark regnet, unterbrechen wir die Tour und trinken einen Tee in dem Teehaus auf dem Tempelgelände.

Da in Japan ja nur sehr wenige Urlaubstage gewährt werden, kann sich Bruno sehr glücklich schätzen, dass sie extra einen davon für ein Treffen mit uns geopfert haben.

 border=0



 border=0

So versuchen wir hier trocken zu werden und uns aufzuwärmen.

Es werden Bilder von der Reise gezeigt.

 border=0



 border=0

Wir bekommen unsere Getränkekiste, um unsere Schirme einstellen können.

Als der Schauer wieder vorbei ist, laufen wir durch kleinere Gasssen weiter. Viele kleine Händler mit den schärfsten Rice-Crackern. Nach dem Probieren, brauchte ich einen Feuerlöscher. Viele mieten sich einen Kimono und lassen sich hier mit typisch japanischem Hintergrund fotografieren.





 border=0

Wieder ein starker Regenschauer. Wie der eine Tea-Time. Ein altes Lagerhaus: Nikenchaya.

Wir genießen hier den Kaffee oder auch Tee.

 border=0



 border=0

 border=0

 border=0

Weiter geht es zum Yasaka Schrein. Rein gehen wir nicht mehr, da wir immer noch patschnass sind, und gerne im Hotel uns mal umziehen wollen. Ich bin sehr froh, dass ich mal nichts machen musste und mich einfach auf die Kolleginnen von Bruno verlassen konnte.





 border=0

Zu Fuß geht es durch das Labyrith des Bahnhofes auf die Nordseite des Bahnhofs. Hier gibt es ein Technik-Kaufhaus.

Für morgen früh nehme ich mir vor, hier mal zu gucken: Yodobashi.

 border=0





Für den Abend haben wir einen Tisch im Restaurant Donguri. Da wir ein Separée haben, müssen wir pünktlich sein. Bereits am Eingang muss man die Schuhe ausziehen und einschließen. Dieses Mal haben wir eine Grillplatte, Platz für unsere Taschen und Platz für unsere Füße. Es ist nur leider sehr kalt und es zieht. Mit unseren Füßen haben wir wohl eine Leitung getrennt und müssen schnell unter dem Tisch wieder alles verbinden. Während wir auf die Bedienung und Essen warten, gucken wir uns Origami-Fertigkeiten an. Wir lernen die Vielfalt der japanischen Küche kennen. Neu für mich sind die japanischen Reis-Eieromelettes: Omuraisu. Ich habe vor Jahren eine Pfanne von meinem japanischen Kollegen bekommen. Nun weiß ich endlich wofür sie ist. Für mich ist es selbstverständlich, dass wir unsere zauberhaften Begleiterinnen zum Essen einladen und sie für uns alles bestellen sollen, was wir probieren sollten.

Nach zwei Stunden müssen wir raus. Und da es nicht mehr regnet, gehen wir nicht mehr durch den Untergrund. So sehen wir den beleuchteten Kyoto Tower. Leider ist es zu spät, um noch reinzugehen, um das beleuchtete Kyoto zu sehen. Dann gucken wir uns den halt morgen früh an.

 border=0





Wir gucken noch zusammen die AquaFantasy: Wasser-Licht-Musik-Spiele. Das muss man einfach erlebt haben. Sehr schön.

Zufällig findet die AquaFantasy vor dem Busbahnhof statt. So verabschieden wir uns für den tollen Tag bei unseren Begleiterinnen.

 border=0



 border=0

Wir hoffen ja, das sie mal irgendwann in Deutschland sind.

Und dann haben wir hoffentlich Gelegenheit sie herumzuführen.

 border=0



 border=0

Wir gehen durch den Bahnhof wieder zurück ins Hotel.

Wir kommen an einer Filiale von Burdigala Express vorbei. Immer wird alles so präsentiert, dass man nicht nein sagen kann...

 border=0



 border=0

Bruno findet unterwegs noch eine illy Bar. Da kann er wiederum nicht nein sagen.

Nur etwas gesundes mit Beeren... haben sie nicht mehr da...

 border=0


No comments:

Post a Comment