2007/09/22

GOLDEN PRINCESS: Reisebericht 22.-23.09.2007 Seattle - Vancouver (Original Travel Report in German only)

Sorry - but my first travel reports were only published in German. Therefore please use a translator service like with Google to get a rough idea what I wrote then. Thanks for understanding.


HeinBloeds Bildergeschichte einer Kreuzfahrt


Vorwort



Nachdem feststand, dass ich nun dieses Jahr länger beruflich in den USA zu tun hatte, wollte ich mal mein Wochenende dazu nutzen, um doch mal wieder auf ein Schiff zu kommen.

Da die Preise z. T. niedriger waren als ein Hotelzimmer brauchte ich bloß günstige Flüge um nach Seattle und wieder zurück nach Vancouver zu kommen.

Z. T. lagen die Preise bei 39 USD pp zzgl. Steuern. Leider hätte ich in Deutschland bei PRINCESS das dreifache zahlen müssen.

Die Buchung lief über ein US-Reisebüro. PRINCESS hat herum gezickt und zumindest auf eine US-Anschrift bestanden. Sie haben von mir die Anschrift unserer US-Gesellschaft erhalten und waren damit zufrieden. Kontakt wurde bislang über diese Anschrift nicht aufgenommen. NCL war es ziemlich egal, ob wir US-Residents sind.

Die Anzahlung erfolgte über die deutsche Kreditkarte.

Für PRINCESS erhielten wir alle Unterlagen von dem US-Reisebüro per Post (Gepäckanhänger usw.) an die deutsche Anschrift und ein Schreiben, dass wir uns selbst registrieren und die Unterlagen selbst herunterladen sollten.

Für NCL erhielten wir eine Mail mit der Bitte, uns die Unterlagen selbst herunter zu laden und bitte zu bestätigen, dass man diese Mail erhalten hätte.

Bei PRINCESS haben wir auf Anraten des US-Reisebüros eine Kategorie unterhalb der Balkon-Kabinen gebucht, die es auf dem Schiff nur 4 mal gab und nur noch als GTY verkauft wurde. Angeblich wären die Chancen auf ein Upgrade sehr hoch. Nach dem wir unsere Unterlagen uns mal angeguckt haben und auf unserer Kategorie mit den Bullaugen im Heck „sitzen geblieben“ waren und Preise von Balkonkabinen zwischenzeitlich gefallen sind, hat ein Anruf genügt, dass wir auch eine Balkonkabine zugeteilt bekommen haben. Das versprochene Bordguthaben haben wir allerdings nicht erhalten. Aber das lassen wir das Reisebüro für uns klären.

Die Anreise nach Seattle erfolgte am Tag der Verschiffung mit United Airlines. Für 44 USD mehr gab es beim Check-in die Möglichkeit Economy Plus (mit 5 Zoll mehr Beinfreiheit) zu buchen. Allerdings nur mit einer US-Kreditkarte. Spaßeshalber habe ich wieder meine US-Büroanschrift angegeben und sie wurde für die Zahlung (obwohl nicht mit der Kreditkarte verbunden) akzeptiert. Für den Rückflug ab Vancouver habe ich sogar nur 44 CAD bezahlt und konnte es direkt am Schalter erledigen. Kleine Empfehlung: wenn ihr mit United aus Deutschland anreist und innerhalb der USA weiterreisen müsst, fragt mal nach der Option Economy Plus.



Die erste Begegnung mit PRINCESS CRUISES erfolgte direkt am Flughafen.

Dort laufen einem Mitarbeiter direkt entgegen, um einen einen Transfer für 21 USD anzubieten. Man braucht ihn nicht vorzubuchen. Es wird einfach auf das Schiffskonto belastet. Allerdings nur das Gepäck nehmen sie leider (auch gegen Zahlung nicht mit), damit man in Ruhe noch Sightseeing machen kann.



Ein kleiner Hinweis.

Nach dem wir dort keinen Erfolg hatten, haben wir dieses Schild gefunden: Auch nur für Transferreisende – vor allem solche, deren Cruise in Vancouver startet.

Wir haben also doch unseren HERTZ-Mietwagen genommen und sind zunächst zum Cruise-Terminal gefahren, um unser Gepäck loszuwerden. Danach haben wir eine Hafenrundfahrt gemacht und den Wagen in der Stadt, die an die Straßen von San Francisco erinnert, abgegeben. Von HERTZ bekamen wir 8 USD Nachlass für das Taxi zurück zum Cruise-Terminal, was bei Pier 30 nicht ganz reicht (bei Pier 66 vermutlich zuviel…).



Am Pier 30 erwartete uns neben der GOLDEN PRINCESS auch die OOSTERDAM. Allerdings ist es so geregelt: HOLLAND AMERICA benutzt die Südzufahrt und PRINCESS die Nordzufahrt zum Terminalgebäude. Für alle GPS Nutzer – siehe links die Anschrift.

Das Gepäck muss man selbst zur Abgabestelle bringen. Die Porter hatten keine große Lust auf Geschäfte.
Parkmöglichkeiten direkt am Terminal bestehen.



Es gab leider niemand der uns in die richtige Schlange einweisen konnte. Sind wir als COSTA CLUB-Mitglieder
niedrigster Kategorie schon Prestige-Check-In-berechtigt oder sind wir International Check-In (absolut leere
Warteschlange)… Blöd gestellt und nachgefragt: eigentlich nur für Passagiere, die ein Visum für Kanada brauchen… aber wo wir schon mal da sind…

Was als nächstes passiert war leider fast unerklärbar:

In dem Moment, als wir das Schiff betraten wurden wir mit einem Schlag auf die COSTA CLASSICA am 17.05.2007 zurückversetzt:

Um es vorweg zu nehmen: Unser Garfield hat leider mal wieder Recht behalten:

99% der Crew waren ziemlich lustlos und unfreundlich
1% der Crew war sehr freundlich und zuvorkommend

Und um das Ergebnis vorwegzunehmen:

Bei NCL war das Verhältnis genau umgekehrt.

An der Promenade wurde man nach Schiffsbereiche eingeteilt, um entweder weiterzulaufen oder direkt den nächsten Eingang nutzen zu können.

Warum also nicht ein:

„Welcome onboard! Which stateroom number please?“



“This way please and have a nice trip!”

sondern nur

“Stateroom number please” … und ein “This way!”.

Leider zog sich das bis dass wir unsere Kabinentür erreicht hatten weiter so durch. Man konnte noch so fragend gucken: Es kam niemand mit „May I help you?“.

Vor allem hier wäre es schön gewesen, weil die ersten Ziffern der Kabinennummer nicht der Decknummer entspricht.

Intuitiv sind wir natürlich auf Deck 6 bei der Kabinennummer C 621 gelaufen, statt Deck 10. Auch sind keine hilfreichen Geister da, die einen darauf hinweisen, dass nur ein Gang weiter auch Passagierfahrstühle zur Verfügung stehen und man nicht mit dem Personal sich um die Dienstfahrstühle herumstreiten muss, die man als erste nämlich erreicht.



In den Gängen hängen überall Luftballone von den Gästen wohl, die ein besonderes Treatment bestellt haben.

Nachdem uns zuletzt die Torte bei RCCL zu süß war, wollten wir es nicht wieder versuchen…

Als wir an der Kabine ankommen, steht unser Gepäck bereits vor der Kabine. Kaum machen wir die Tür auf, schon taucht unsere Perle Gladys auf, die uns persönlich willkommen heißt und sich vorstellt. Es geht also… aber leider war es fast auch schon. Sie will uns mit dem Gepäck helfen und auch eine Kellnerin, die wohl zufällig gerade vor unserer Kabine sich befindet will auch spontan helfen unser Gepäck herein zu tragen.

In der Kabine sind wir sehr angenehm überrascht.



Unsere Namen (und leider auch unser Beginner-Status) stehen an der Kabinennummer.

Muss uns nun besonders gut behandeln, damit wir wiederkommen oder darf man uns besonders schlecht behandeln, weil man sich zur nächsten Statusstufe durchgequält werden muss???



Wir haben eine Balkonkabine gebucht. Links geht es zu einem separaten Garderobenteil und dem Bad.



Wie üblich ein Doppelbett mit einer Bettdecke. Gladys bitten wir uns für die Nacht es zu trennen. Sehr schön
sind die Lichtschalter direkt am Bett.



Eine Überraschung: eine Nachricht erwartet uns am Telefon! Es ist der Cruise-Director, der uns persönlich (als Tonband) begrüßt.



Und wie man sieht: nur 110 V Steckdosen. US 2-Pol und 3-Pol. Also Adapter nicht vergessen – aber darauf
achten, dass diese nicht so breit sind (z. B. Netzgeräte für Handies usw.), da diese ganz blöd nebeneinander angeordnet sind.



Ein toller großer Balkon auf dem man bequem eine Party geben kann.



Ein Kühlschrank, der allerdings leer war. Möglicherweise war aufgrund des Charakters der Fahrt der Kühlschrank leer, statt eines Mini-Bar-Angebotes.



Eine schöne Dusche, leider mit einem Duschvorhang. Sehr gut Temperatur und Wasserdruck können unabhängig voneinander geregelt werden.



Leider kein Duschgel, sondern nur Seife, aber Shampoo und Bodylotion.



Und für meinen Geschmack nur sehr wenig Stauraum.



Unser begehbarer Kleiderschrank… Super gelöst und viel Platz für Koffer usw. und sogar ein Mini-Tresor.



Gladys fängt schon an, das Bett auseinander zu bauen, während wir die Ausfahrt aus dem Hafen genießen.



Und hinterher sieht es genauso aus, wie wir es uns vorgestellt haben. Auf dem Bett habe ich sehr gut geschlafen. Nur diese US-Wolldecke ist nicht mein Fall.



Ein Manko hat diese Kabine schon… Durch die Anordnung der Balkone, gucken wir anderen in den „Ausschnitt“ und uns fliegen die Zigarettenkippen von oben entgegen.



Und warum auch immer: überall waren Farbablätterungen auf den Sitzen.




Gehen wir mal in die öffentliche Bereiche. Eine schöne offene Lobby.



Für meinen Geschmack, nicht zu viel Schnickschnack.

An der Rezeption lernen wir die 2. Perle an Bord kennen: Fatima.

Zunächst einmal sorgt sie dafür, dass innerhalb von zwei Stunden mein Douglas Ward vom Captain unterschrieben wird.

Als wir ihr erklären, dass wir gerne um 08.30 Uhr den Bus nach Seattle bekommen möchten, nimmt sie unsere Ausschiffungsnummer 10 zurück und gibt uns die Nummer 1 mit dem Zusatz „Express“.

Sie ist großartig. Als wir uns mit 5 USD Trinkgeld bedanken nehmen, nimmt sie es nicht an und meint nur, dass sie doch erst seit wenigen Tagen an Bord sei und doch nur ihre Arbeit versucht hätte, so gut wie möglich zu machen.

Auch an der Buchungsstelle für künftige Reisen werden wir sehr aufmerksam und freundlich bedient. Aber 200 USD Anzahlung für eine beliebige Kreuzfahrt in den nächsten vier Jahren mit bis zu 150 USD OBC: Da konnten wir einfach nicht nein sagen. Abends haben wir dann auch schon die Buchungsnummern erhalten, auf die wir dann buchen sollen.

Zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht, was uns später noch an Bord blühen würde. Vielleicht hätten wir es nicht gemacht. Andererseits gibt es ja sehr viele, die über die Reisen auf der SAPPHIRE PRINCESS schwärmen.

Setzen wir zunächst einmal unseren Rundgang fort.



Ein schöner überdachter Poolbereich.



Auch außen sehr schön.



Auch mitten in der Nacht einen Besuch wert…



Aber nicht so schön beleuchtet, wie die MSC MUSICA… und trotzdem besucht.



Die Gänge sind alle sehr schön großzügig gestaltet.



Und auch auf den Außendecks lässt es sich sehr schön verweilen…



Brautpaare haben nachts die Möglichkeit genutzt, ihre Hochzeitsfotos hier zu machen und sind mit ganzem Anhang angereist…



Das Theater selbst haben wir nicht besucht, da es einen Comedian gab und wir sowieso noch im SABATINI saßen, als es los ging. Leider gab es nur zwei unterschiedliche Shows, die zeitgleich anfingen.



Für meinen Geschmack sehr schön…



In der VISTA LOUNGE lief zeitgleich die MOTOWN-Show, die wir leider nicht sehen konnten, weil es schon
sehr voll war und wir auch zu spät gekommen sind.



Eine Ecke zum Zurückziehen: Die Bibliothek.



… und natürlich zum Zocken: Das Casino.

Da es sich um eine 1-Nacht-Kreuzfahrt handelte, stand natürlich das Essen im Vordergrund.

Um das Aktionärsguthaben entsprechend anzulegen haben wir uns für das SABATINIS entschieden.



Leider überhaupt nicht mehr promoted als mit dieser Anzeige.

An der Rezeption meinte man sogar, dass man ohne Reservierung im Rahmen des Anydime-Dinings hinein
kann. Das wollten wir lieber nicht glauben und gingen nochmals selbst hinein. Dort hat uns ein unfreundlicher
Kellner einen Tisch für 20.30 Uhr zugewiesen. Sein Blick sagte alles: Warum wollen Sie hier essen, wenn Sie es woanders auch umsonst haben können???



So sah die Promotion vom Desert Rose, dem Steakhaus aus. Bei RCCL gab es noch Köche, die etwas davor gekocht haben – und bei NCL einen professionellen Stand, der Tischreservierungen für alle Restaurants entgegen nimmt und alle Speisekarten parat hat.



Leider ist das Desert Rose durch eine „Transitautobahn“ geteilt worden. Dadurch läuft immer Publikum beim Essen durch.



Das wären die anderen Alternativen gewesen (2 x Anytime + 1 x klassisch mit fester Tischzeit und –ordnung). Hier das Bernini.



Das Donatello.



Und die Frühstückskarte, die uns nicht vom Hocker gerissen hat…



Sowie das Canaletto…



… mit einer ausgelegten Speisekarte für ein Abendessen.



Hier gab es ja dann noch die SB-Möglichkeit mit dieser Zapfanlage…



Leider hatten wir keine Gelegenheit das Büffet zu testen.

Obwohl als Free-Flow angelegt hatte eine Reisegruppe beschlossen, dass es nur einen Zugang gibt und wir hätten uns gefälligst hinter der Reisegruppe einzuordnen.

Wir haben auf die Teilnahme am Büffet verzichtet.



In dieser Umgebung hätten wir dann gegessen.



Ein paar weitere Eindrücke von diversen Angeboten zu unterschiedlichen Zeiten.



Rund um die Uhr geöffnet und daher nachts auch von der Crew bestens aufgesucht.



Es war eigentlich alles da, was das Herz begehrt.



Als die Reisegruppe abgefüttert wurde, konnte man dann auch wieder erkennen, dass es sich um ein Free-Flow-Konzept handeln sollte.



Aber wie gesagt, wir haben es nur mal zum Frühstück ausprobiert, aber nichts Aufregendes.

Nur dass leider das halbe Restaurant noch abgesperrt war – ausgerechnet die Seite, mit dem Blick zum Einlaufen nach Vancouver – und dass uns niemand morgens mit „Good Morning“ gegrüßt hat. KEINER. Ein Phänomen, dass wir von anderen Schiffen kaum kennen.



So blieben uns nur die üblichen Verdächtigen am Poolbüffet, das durch die Reisegruppe nicht entdeckt wurde: Hot Dogs und Burgers.



Kommen wir nun zum SABATINIS. Hier wurden wir darüber aufgeklärt, dass wir uns nur für den 2. Hauptgang entscheiden müssten. Alles andere bekämen wir sowieso. Deswegen gab es doch eine feste Tischzeit, weil nämlich erst alle um 20.30 Uhr gebuchten Gäste da sein mussten, bevor man eben mit dem Service von Tisch zu Tisch beginnen konnte.



Das Brot war klasse!!! Nach mehreren Wochen USA war es für mich das Paradies auf Erden!!!

Schade nur, dass der Getränkekellner so übel drauf war. Wir hätten nämlich verdursten können. Der Getränkewunsch wurde nur von einem von uns beiden aufgenommen. Danach hätten wir ein Jahrzehnt versuchen können, Blickkontakt aufzunehmen… bis dass der 2. Getränkewunsch auch erfüllt wurde.



Die anderen Kellner waren alle sehr nett und bemüht. Aber das hohe Niveau von LE BISTRO auf der NORWEGIAN DREAM und CHOPS GRILLE auf der JUWEL OF THE SEAS haben alle nicht erreicht. Dazu fehlte zum Beispiel der Service mit der Pfeffermühle oder mal das nachfragen, ob alles in Ordnung ist.



Das blöde war eigentlich, dass wir gar nicht mal so kontrollieren konnten, was wir alles bekommen haben und was nicht. Vermutlich hängt es damit zusammen, was mittags übrig geblieben ist… (reiner Sarkasmus). Denn ein paar Sachen, die uns interessiert hätten (z. B. Suppen und Salate), standen auf der Karte wurden nicht gereicht. Das Prinzip haben wir daher nicht so ganz verstanden.



Auf der Karte standen vier Pizza-Sorten zur Auswahl. Nur die Margaretha, die sowieso am Pizza-Büffet am Pool serviert wurde, wurde serviert.

Diese Vorspeisen waren einfach der Hit!!!



Bei den Nudelgerichten kam beispielsweise keiner mal mit einer Parmesanmühle geschweige denn mit einer Tüte Parmesello aus der vorteilhaften Miracoli-Packung vorbei…

Die Nudeln hätten es verdient – denn die waren auf den Punkt genau zubereitet worden.



Gegrillter Heilbutt…



4/2 Hummerschwänze für 20 USD!!! Wo gibt es noch so etwas und richtig lecker!!!



Hier fing es allmählich an ärgerlich zu werden.

Irgendwie merkte man den Kellnern an, dass sie keine Lust mehr hatten.

Auch bekamen wir keine kleine Karte mehr für die Kaffeespezialitäten und Degustif.

Übrigens das Cassata war klasse. Auch Quark – nicht aus Sahne – so wie es sein muss.

Nach dem unser Getränkekellner keinen Blickkontakt mehr den restlichen Abend aufgenommen hat, hatten wir kurzerhand einem anderen Kellner unseren Wunsch nach einer Flasche Wasser übermittelt.

Kurzerhand hat uns der Getränkekellner die Flasche auf den Tisch geknallt – aber weder bekamen wir neue Gläser, noch hat er die Flasche geöffnet oder uns eingeschenkt.

Es kam aber noch härter.

Während wir beim Dessert waren, ging es dann ab, wie in einem guten amerikanischen Diners – die Belege wurden auf dem Tisch gelegt… Nur dass in den anderen Zuzahlrestaurants es schön diskret in einer Mappe vorschichtig heran geschoben wird, wird hier einfach alles auf den Tisch gelegt.

Irgendwie merkt er, dass er wohl Karten und Belege verwechselt hat. Er sammelt alle Belege und sucht sich unseren Tisch aus, um alle Karten und Belege zu sortieren.

Als ich ihm zu verstehen gebe, dass ich es etwas ungewöhnlich finde und ich mich gestört fühle, meinte er nur, dass es die anderen Gäste gut fänden, wie er es macht.

Ich meinte darauf hin, dass ich es nicht gut fände und gerne den Maitre sprechen möchte. Mit dem Verweis, dass der Maitre nicht zu sprechen sei, wurde ich dann sitzen gelassen. Hinterher war auch klar, warum: Der Maitre wollte gerne mit seinen Freunden in Ruhe weiter essen.

Garfield: Lief es bei dir so ähnlich ab???

Trotz dieser Irritation: Die Stimmung auf dem Schiff war gut. Das lag aber auch an den Musikern, die überall spielten und eigentlich für jeden Geschmack etwas boten.

Einer der schönsten Plätze wurde wohl nach der Homepage von Raoul Fiebig benannt:



Die WHEELHOUSE BAR.

Ein absolutes Muss für alle Shiplover, insbesondere solche alter klassischer Schiffe!



Die gesamte Bar wurde mit Bildern aus der P&O Historie dekoriert.



Jedes Bild wurde auch immer sehr schön beschrieben.

Für unsere Liebhaber dieser Schiffe: ich habe alle Schiffsbilder fotografiert und würde sie euch auf eine CD brennen, falls ihr Interesse habt. Es sind jedoch zu viele, um sie hier alle einzustellen.



Ich finde, dass man sich hier sehr schön wohlfühlen kann.

Als ich 2.00 Uhr nachts an die Bilder herangetreten bin:

Es war einfach toll!!!



So schön, wie die Holzwand ist: Passt das eigentlich zu SOLAS 2010???



Der andere Bereich, der aus dem Rahmen fällt:

Der SKYWALKERS NIGHTCLUB.



Tagsüber hat man mal wieder eine Chance vertan:

Natürlich wollte jeder als erstes Mal in den Griff des Einkaufskorbes.

Deswegen war es tagsüber auch ungewöhnlich voll. Ein sehr schöner Platz.

Bloß war mal wieder niemand da, um auch Getränke zu servieren…



Der Gang ist schon imposant. Nur das Band ging nie. Weder tagsüber noch abends…



Die volle Wirkung kommt jedoch erst zur Geltung, wenn nachts auch alles leuchtet.



Diese Aufnahmen wurden erst um 06.00 Uhr morgens gemacht.



Nachts und beleuchtet sieht es schon klasse aus.

Der Rest ist schnell erzählt.

Wir sind bereits gegen 06.00 Uhr in Vancouver eingetroffen.

Um 08.30 Uhr sollte unser Bus abfahren, der uns direkt zum Pier 66 in Seattle bringen sollte.

Aufgrund der Hinweise hier im Forum haben wir jedoch sicherheitshalber für 09.40 Uhr gebucht, weil jeder uns auf die langen Prozeduren aufmerksam gemacht hat, die uns erwarten könnten.

So haben wir gefrühstückt und um 07.00 Uhr wurde bereits die Nummer 1 aufgerufen.

Als wir von Bord gehen, weisen uns ca. 20 Hostessen den Weg zum Zoll und jeder prüft, ob wir ja das Zollformular und den Reisepass in den Händen halten. Nach drei Minuten stehen drei kanadische Einwanderungsbeamte vor uns. Sie nehmen uns die Zollformulare ab und dokumentieren die Einreise durch den Stempel. Das war es. Um 07.10 Uhr sind wir bereits an der Bushaltestelle.

Da wir schon die Kofferanhänger von der NORWEGIAN PEARL dran haben, versuchen uns Mitarbeiter von NCL zu den Bussen zu lotsen. Das war besonders ärgerlich:
  1. Wir haben NCL gefragt, ob es einen Shuttle von Vancouver nach Seattle zum Pier 66 angeboten wird. Das wurde zum Zeitpunkt der Buchung verneint. Insgesamt sind jedoch 29 Busse nach Seattle zurückgefahren.
  2. Wir haben PRINCESS gefragt, ob es einen Shuttle von Vancouver nach Seattle zum Pier 30 angeboten wird. Das wurde zum Zeitpunkt der Buchung verneint. Auch hier sind mehrere Busse von PRINCESS zurückgefahren.
Nun hatten wir ein Riesenproblem: Wir haben ja fest für 09.40 Uhr gebucht. Diese Verbindung hält jedoch nicht am Pier 66. Die Fahrt um 08.30 Uhr ist ausgebucht. Ein anderer Reisender, der auch von der GOLDEN PRINCESS zur NORWEGIAN PEARL transferiert werden wollte, erzählt uns, dass es bis zu 3 ½ Stunden an der US-Grenze dauern kann und er von der Busgesellschaft QUICK COACH, die den Shuttle anbietet nur eine Garantie für 08.30 Uhr bekommen hat, falls er die NORWEGIAN PEARL erreichen will.

Zwei Versuche nachzufragen, ob wir mitkönnen scheitern. Erst als ich beim 3. Versuch frage, ob sie ggfls. kostenlos stornieren würden, wurde ich gefragt, warum ich unbedingt jetzt mitmüsse. Wir haben die Situation erklärt. Sie hat kurzerhand in ihrer Zentrale angerufen und sie haben das o.k. gegeben, dass wir mitkönnen. Allerdings würde das Absetzen am Pier 66 einen Zuschlag kosten, der auf meiner Kreditkarte nach erhoben wird.

Wir haben noch Zeit unser Gepäck mit der Dreckwäsche zum Hotel zu bringen… und dann ging es auch schon los.

Der Bus nahm unterwegs noch weitere Fahrgäste auf. Kurz vor der Grenze gab es dann die böse Überraschungen:

a) 90 Minuten geschätzte Wartezeiten an allen Grenzpunkten zur USA lt. Anzeige beim Autobahnkreuz…
b) Weil sie uns mitgenommen hatten, mussten einige andere an einem Zustiegspunkt auf einen Ersatzbus warten… Peinlich…

Warum auch immer: unser Busfahrer schlängelt sich an den NCL-Shuttle-Bussen vorbei und es gelingt ihm in 30 Minuten durch die Grenze zu kommen.

Hilfreich war hierbei wohl auch die Zusammensetzung der Staatsangehörigkeiten und dass wir zum Glück ja aus den USA her unsere I-94 W behalten haben…

Im Bus sitzen sowohl Gäste für die SUN PRINCESS als auch die NORWEGIAN PEARL. Als der Busfahrer fragte, ob jemand zufällig die Schiffsnamen und die Anlegestellen kennen würde, machte sich natürlich meine Vorbereitung für das Shipspotting bezahlt…

Der ursprüngliche Reisebericht umfasste beide Schiffe. Aufgrund der Darstellung als Blog, wird an dieser Stelle der Reisebericht für den GOLDEN PRINCESS-Teil beendet.

Der Rest auf der NORWEGIAN PEARL kann hier nachgelesen werden:

http://heinbloed-ncl.blogspot.com/2007/09/norwegian-pearl-reisebericht-24.html